Primärversorgung patientenorientiert, versorgungsunterstützend gestalten

ECKPUNKTEPAPIER · NOVEMBER 2026

Eine Initiative führender Gesundheits-IT-Unternehmen und Dienstleister für die ambulante Versorgung.

Wir begleiten tagtäglich Arztpraxen, MVZ, Ambulanzen und Apotheken bei der digitalen Organisation von Versorgung. Aus dieser praktischen Erfahrung unterstützen wir den geplanten digitalen Versorgungseinstieg und setzen uns für faire, transparente und diskriminierungsfreie Regeln beim Zugang zur medizinischen Versorgung ein.

Als Anbieter von Praxissoftware, Terminmanagement-, Kommunikations- und Versorgungslösungen teilen wir ein gemeinsames Anliegen: Der Zugang zur medizinischen Versorgung muss sich an Bedarf und Dringlichkeit orientieren, nicht an Plattforminteressen.

↓ Eckpunktepapier als PDF
Zentrale Punkte lesen

Wer die Versorgungssteuerung kontrolliert, entscheidet über den Zugang zur Versorgung

Worum es geht

Mit dem geplanten Primärversorgungssystem soll der Einstieg in die medizinische Versorgung künftig zunehmend digital erfolgen. Das bedeutet: Alle Wege müssen in einem medienbruchfreien Prozess aus digitaler Ersteinschätzung und Terminvermittlung zusammenlaufen.

Die dafür nötige Plattform ist mehr als Technik. Sie ist der zukünftige digitale Zugang zur ärztlichen Versorgung für Patientinnen und Patienten. Ihre Regeln entscheiden, welche Praxen sichtbar sind, nach welchen Kriterien vermittelt wird und wie Kapazitäten zugänglich gemacht werden. Deshalb muss sie in der Trägerschaft der ärztlichen Selbstverwaltung liegen — offen, diskriminierungsfrei und ohne kommerzielle Ranking-Logik.

Unser Ziel: die Vorteile digitaler Plattformen umfassend nutzbar zu machen, ohne dabei zentrale Elemente der Versorgungssteuerung Geschäfts- und Erlösmodellen privatrechtlicher Anbieter zu überlassen.

Gemeinsames Ziel der Unterzeichner

Sechs Prinzipien für den digitalen Versorgungseinstieg

Leitprinzipien

Diese Leitplanken sollen sicherstellen, dass die Plattform Patientinnen und Patienten weiterhilft, anstatt neue Hürden oder wirtschaftliche Abhängigkeiten zu schaffen.

Patientenorientierung

Ein verständlicher, niedrigschwelliger Einstieg in einem einheitlichen Prozess ohne Umwege.

Verlässliche Ersteinschätzung

Medizinisch fundiert, einheitlich und ohne Medienbruch in den passenden Versorgungspfad.

Medizinische Bedarfsgerechtigkeit

Tatsächliche Dringlichkeit und Versorgungsbedarf bestimmen die Steuerung, nicht Verfügbarkeit von Werbeplätzen.

Diskriminierungsfreiheit

Zugang zur GKV-Versorgung darf nicht von Zusatzzahlungen oder exklusiven Plattformbeziehungen abhängen.

Transparenz

Kriterien für Anzeige, Auswahl und Vermittlung müssen für alle Beteiligten nachvollziehbar sein.

Praxistauglichkeit

Die Praxis wählt ihr eigenes Terminmanagement-System, die Plattform integriert sich, statt es zu ersetzen.

Öffentliche Plattform statt privatwirtschaftlicher Steuerungsmacht

Vergleich: Zwei Wege der Terminvergabe

Bei der Ausgestaltung eines Primärversorgungssystems ist eine faire, unabhängige und transparente Terminvergabe entscheidend. Der öffentliche Weg schafft dabei mehr Nutzen für Patienten, Praxen und das Gesundheitssystem.

Öffentliche Plattform

In Trägerschaft der ärztlichen Selbstverwaltung

  • Gleicher Zugang und faire Bedingungen
  • Keine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern
  • Stärkung der Versorgung und Innovation
  • Interoperabel und anschlussfähig

Stärkt das Gesundheitssystem, die Praxen und das Vertrauen der Patienten.

Öffentliche Plattform

In Trägerschaft der ärztlichen Selbstverwaltung

  • Gleicher Zugang und faire Bedingungen
  • Keine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern
  • Stärkung der Versorgung und Innovation
  • Interoperabel und anschlussfähig

Stärkt das Gesundheitssystem, die Praxen und das Vertrauen der Patienten.

Zwölf Unternehmen, eine gemeinsame Position

Unterzeichner

Die Unterzeichner begleiten seit vielen Jahren Praxen, MVZs, Ambulanzen und Apotheken mit Praxissoftware und IT-Dienstleistungen und stehen für einen relevanten Teil der ambulanten Versorgungslandschaft.

      Vorschau-Bild der PDFPDF
      Eckpunktepapier „Primärversorgung patientenorientiert, versorgungsunterstützend gestalten“

      Vollständiges Dokument inkl. Anlagen